Strafprozess im Dieselskandal

Diese Woche begann der erste Strafprozess im Dieselskandal. Vier Angeklagten wird der Betrug vorgeworfen. Der Prominenteste unter ihnen ist Ex-Audi-Chef Stadler. Im Gegensatz zu den drei anderen Angeklagten, wird ihm kein aktives Tun, sondern lediglich Unterlassen als Tat zur Last gelegt. Er soll nicht in die Produktion und den Verkauf der manipulierten Software verwickelt worden sein habe jedoch, nach Bekanntwerden der Manipulation, den Verkauf der Fahrzeuge mit manipulierter Software nicht gestoppt.
Die Taten der drei anderen Angeklagten gehen tiefer in das Herz der Affäre. Sie sollen veranlasst haben, dass die Software manipuliert und verkauft wurde und haben somit den Schaden verursacht. Bei der Schadenshöhe ist sich die Staatsanwaltschaft selbst nicht ganz sicher und beziffert sie aktuell zwischen 170 Millionen und 3,2 Milliarden. Stadler bestreitet seine Beteiligung an der Manipulation.

Vor Beginn des Prozesses lenkte Stadlers Verteidiger die Aufmerksamkeit auf die Autos der Richter. Wegen möglicher Befangenheit wollte er wissen, ob einer von ihnen oder der Ehepartner ein Dieselauto fährt oder gefahren ist.

Mehr dazu

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash