O2 kassiert EU Roaming-Gebühren, die 2017 eigentlich abgeschafft wurden.

Roaming-Gebühren in der EU wurden 2017 vollständig abgeschafft und Mobilfunkanbieter mussten entsprechend alle Kunden von diesen Gebühren freistellen. Die deutsche Marke der spanischen Telefónica , O2, hat dies jedoch nicht für alle Kunden automatisch umgesetzt. Sofern diese Kunden sich nicht selber per App oder SMS um die Umstellung bemühten, zahlten sie weiterhin die ursprünglichen Roaming-Gebühren.
Nachdem die deutsche Verbraucherzentrale dagegen klagte, legte das Landgericht München dem EuGH das Thema vor. Dieser bestätigte die Auffassung der Verbraucherzentrale, dass die Abschaffung der EU-Roaming Gebühren verbindlich und somit "automatisch auf alle Kunden anzuwenden" sei.
Die Entscheidung des EuGH ist ein Zwischenschritt im Verfahren. Zu erwarten ist, dass Telefónica betroffenen Kunden die zu hohen Roaming-Gebühren zurückerstatten muss.

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