Neues zum Strafprozess im Dieselskandal

Am dritten Prozesstags des deutschen Strafprozesses um den Dieselskandal konnte sich Angeklagter Giovanni P. erstmals äußern. Er ist einer von zwei Audi-Motorenentwicklern, denen neben Ex-Audi-Chef Stadler und Ex-Porsche-Technikvorstand Hatz Betrug, mittelbare Falschbeurkundung und strafbare Werbung vorgeworfen wird.

Giovanni P. gestand zwar sein Mitwirken aber belastete die Führungsetagen des Konzerns schwer. Seiner Abteilung wäre nicht die Zeit und Möglichkeit gegeben worden, korrekt zu arbeiten und Kompromisse seinen abgelehnt worden.
Um seine Situation zu unterstreichen, zog P. eine Email eines Kollegen vor: "Meine Einschätzung: Ganz ohne ,Bescheißen' werden wir es nicht schafften."

P. machte die "Konzernphilosophie" für den Betrug verantwortlich. Er habe unter dem Druck mitgemacht, und sah Fragen zur Konformität und Legalität des Systems nicht in seiner, sondern in der Verantwortung seiner Vorgesetzten.

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